3D Bogenschießen

Das 3D-Schießen ist ein der Jagd nachempfundenes Bogenschießen, welches sich stark steigender Beliebtheit erfreut. Dabei gehen die Bogenschützen in kleinen Gruppen (5-6 Personen) durch ein vorbereitetes Gelände (Parcours) und müssen von bestimmten vorgegebenen Punkten aus, die i.d.R. durch verschiedenfarbige Pflöcke (z.B. gelb (nah) für die Jugend, blau (mittel) für die Langbögen und rot (weit) für Recurve und Compund) gekennzeichnet sind, auf lebensgroße Tierattrappen aus Schaumstoff oder andere „Spaßziele“ schießen. Ein solcher Parcours hat i.d.R. zwischen 25 und 35 Zielen.

Während des Durchgangs muss man je nach Phantasie des Parcoursaufstellers verschiedene Schwierigkeiten überwinden. Es kann z.B. der Schuss durch Astgabeln, Türen oder andere Hindernisse erschwert sein. Die Schüsse können über einen See, steil bergab oder bergauf erfolgen oder der Schütze muss in schwierigen Positionen stehen, knien oder auch mal liegen. Der Phantasie sind da kaum Grenzen gesetzt. Einzige Bedingung ist häufig, dass man hinter dem Pflock stehen und ein Fuß diesen berühren muss.
Auch der Wechsel zwischen den Zielen erfolgt nur selten auf festen Wegen sondern oft „Quer durch die Pampa“, was festes Schuhwerk erfordert. Allerdings sind diese „Pfade“ aus Sicherheitsgründen eng abgesteckt und es ist streng verboten, diese zu verlassen. Darüber hinaus muss alles, was man braucht, „am Mann“ mitgeführt werden. Eine zweckmäßige Ausrüstung (aber nicht zu viel) ist daher sinnvoll.

Leider haben wir keinen eigenen Parcours, aber das Schießen kann man auch auf Scheiben üben und wir werden uns regelmäßig zu benachbarten Parcours begeben (s.u.).

Geschossen wird im Allgemeinen auf zwei Arten:

  1. Die „Drei-Pfeil-Runde“: Dabei hat der Schütze bis zu drei Versuche (Pfeile), das Tier zu treffen. Bei dem ersten Treffer ist Schluss. Je nach Pfeil und Trefferzone werden unterschiedliche Punkte nach dem folgenden Musterbeispiel vergeben, wobei die Punkte von Turnier zu Turnier variieren:
    1. Pfeil 2. Pfeil 3. Pfeil
    Kill (Herzgegend) 20 14 8
    Körper (außer Huf und Horn) 16 10 4
  2. Die „Hunter-Runde“: Dabei ist nach dem ersten Schuss bereits Schluss (Ein echtes Tier wäre ja auch getroffen oder weg). Die Punkte werden nach Trefferzone (z.B. 20 für Kill, 16 für Körper oder 0 für daneben) vergeben.
  3. Beim „Doppel-“ oder „Mehrfach-Hunter“ stehen mehrere Tiere pro Ziel zur Auswahl, auf die jeweils (nach Ansage) ein Schuss möglich ist. So kann hier ggf. pro Tier die Höchstpunktzahl erreicht werden.

Bei einigen Turnieren (insbesondere für Compound) wird auch noch zwischen „Kill“
und „Centerkill“ unterschieden. Der Centerkill ist noch ein kleinerer Bereich
innerhalb der Killzone. In wenigen Fällen werden auch Minuspunkte (für
Fehlschüsse) vergeben.

Oft werden diese 3D-Turniere auch mit mittelalterlichen Veranstaltungen oder Traditionen verbunden.
Man sieht nicht selten Teilnehmer, die in mittelalterlichen „Gewandungen“ direkt dem Frühmittelalter entsprungen zu sein scheinen. Dies gibt den Veranstaltungen einen besonderen Reiz. Bei einigen Veranstaltungen sind dann auch nur „traditionelle“ Bögen ohne Visiereinrichtungen oder technische Hilfsmittel und Holzpfeile erlaubt.

Einige „traditionelle“ Bogenarten sind:
Primitivbogen (PB), Holzbogen (HB), Langbogen (LB)

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